Beschreibung
Auch außerhalb der Altstadt gibt es historische Bauwerke, die einen Besuch lohnen. Erst 1931 wurde Altkloster - der Ort mit der ältesten Siedlungstradition - eingemeindet. Hier lag das 959 erstmals erwähnte „Buochstadon“. Am Ufer der Este befand sich eine Schiffsanlegestelle, die sogenannte „Hude“, von der sich der 1135 bezeugte Name Buchstadihude ableitet. An eben dieser Stelle gründeten die Adligen Heinrich und Gerlach von Buxtehude sowie Floria, die Gattin Heinrichs, das Benediktiner-Nonnenkloster Buxtehude, bedeutendstes Frauenkloster an der Niederelbe. Nach der Säkularisation durch die Schweden 1648 verfiel das Kloster langsam, und es wurden keine neuen Nonnen mehr aufgenommen. Die letzte Klosterfrau verstarb 1705 und das Kloster, das auch ein großer Wirtschaftsbetrieb gewesen war, wurde aufgelöst. Die Grundmauern des südlichen Kreuzgangs und des Südflügels wurden nach archäologischen Befunden rekonstruiert und halten die Erinnerung an Buxtehudes Ursprung wach. Am Este-Mühlen-Teich, gleich hinter dem früheren Klostergelände, wurde ab 1622 Papier hergestellt. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich die Winter’sche Papierfabrik zum Hauptarbeitgeber in Altkloster, dessen Bevölkerungszahl damit rasant anstieg. Der Erste Weltkrieg, die verschlechterte Wirtschaftslage, Arbeitermangel und ein großer Brand führten dazu, dass 1925 Konkurs angemeldet werden musste. Arbeitslosigkeit und Not waren die Folge, sodass man in Buxtehude 1931 beschloss, Altkloster einzugemeinden.
Eher von Wohlstand geprägt war seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die Stader Straße. Hier standen und stehen seit 1902 Villen, die dem Heimatstil zuzurechnen sind. Es handelt sich um eine romantisierende Architektur, deren Fassaden unregelmäßig verteilte Fenster und Türen zeigen. Sprossenfenster, Erker, offene Veranden mit Ornamenten gehören ebenfalls dazu.
Im Jahr 1939 wurde Buxtehude Garnisonstadt. Durch das von Heinrich Rudolph entworfene Kasernentor in Altkloster ging es zu einem weitläufigen Gelände mit Backsteinbauten. Nach Kriegsende 1945 besetzten britische Streitkräfte die Kaserne, und 1957 zog hier die deutsche Bundeswehr ein, die bis 1994 blieb. Die verschiedenen Gebäude werden heute als Volkshochschule, als Studentenwohnheim und Büro- und Praxisräume genutzt. Insgesamt ist hier ein neues Wohngebiet entstanden.
Standort/ Adresse: Klosterhof, Stader Straße, Bertha-von-Suttner-Allee/ Estetalstraße

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