Beschreibung
Sprechen und Zuhören Buxtehude: Wie geht es mir mit dem Begriff Heimat?
Sprechen und Zuhören Buxtehude – am Samstag, 5. September, wird die Stadtbibliothek zum Ort für ein Gesprächsformat, das anders funktioniert als eine Diskussion. Von 15 bis 16.30 Uhr geht es um eine einzige Frage: „Wie geht es mir mit dem Begriff Heimat?" Wer Lust hat, zuzuhören und vielleicht auch selbst zu erzählen, ist eingeladen. Eine Anmeldung ist erwünscht, spontane Gäste sind aber genauso willkommen.
Heimat – ein Wort, viele Gefühle
Kaum ein Wort löst so unterschiedliche Reaktionen aus. Für die einen ist Heimat der Ort, an dem sie aufgewachsen sind. Für andere sind es Menschen, ein Geruch, ein Dialekt, ein bestimmter Blick aus dem Fenster. Manche haben mehrere Heimaten, manche suchen noch nach einer, und manche fremdeln mit dem Begriff, weil er ihnen zu eng oder zu aufgeladen erscheint. All das darf an diesem Nachmittag gesagt werden – und all das darf so stehen bleiben, wie es gesagt wurde.
Was Sie erwartet
Bei „Sprechen und Zuhören" wird nicht diskutiert, niemand muss etwas beweisen oder verteidigen. In kleinen Gruppen erzählt jede und jeder reihum, was sie oder ihn beim Thema Heimat bewegt. Die anderen hören zu – ohne zu unterbrechen, ohne zu bewerten, ohne zu kommentieren. Alle bekommen gleich viel Redezeit. Wer lieber schweigt, darf das auch; Zuhören allein ist bereits Teilnahme. Im Laufe des Nachmittags kommt jede Person mehrmals an die Reihe, sodass sich Gedanken weiterentwickeln können. So entsteht ein Bild von Heimat aus vielen Stimmen – und die eigene gehört dazu.
Das Zuhören steht dabei im Mittelpunkt. In einer Zeit, in der es immer lauter und schneller zugeht, ist das ungewohnt – und genau deshalb wertvoll. Wer zuhört, ohne sofort zu antworten, nimmt oft mehr mit, als er erwartet hat. Wer erzählt, ohne unterbrochen zu werden, findet manchmal Worte für Dinge, die sonst unausgesprochen bleiben.
Im Anschluss an die Gesprächsrunden gibt es einen kleinen Imbiss und Gelegenheit, mit den anderen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen – diesmal ganz ohne Regeln.
Für wen ist das?
Für alle. Vorkenntnisse sind nicht nötig, jede Erfahrung zählt: die von Menschen, die seit Generationen in Buxtehude zu Hause sind, ebenso wie die von Menschen, die erst kürzlich hergezogen sind oder gerade dabei sind anzukommen. Gerade diese Mischung macht den Nachmittag aus. Wer schon lange hier lebt, hört, wie sich die Stadt für Neue anfühlt. Wer neu ist, erfährt, was Alteingesessene mit dem Ort verbindet.
Der Hintergrund
Das Thema Heimat hat in der Stadtbibliothek Buxtehude Tradition. Mit der Literaturreihe HEIMATEN, die sie seit Jahren gemeinsam mit dem Buxtehuder Heimat- und Geschichtsverein veranstaltet, kommen regelmäßig Autorinnen und Autoren in die Stadt, die von Herkunft, Wurzeln, Ankommen und dem Leben zwischen den Welten erzählen. Die Mehrzahl im Titel ist Programm: Viele Menschen haben mehr als eine Heimat. Am 5. September stehen nun keine Bücher im Mittelpunkt, sondern die Geschichten der Buxtehuderinnen und Buxtehuder selbst.
„Bei HEIMATEN hören wir seit Jahren zu, was Schriftstellerinnen und Schriftsteller über Heimat zu sagen haben", sagt Bibliotheksleiter Peter Jobmann. „Diesmal drehen wir das um: Wir hören einander zu. Heimat ist ein großes Wort, über das man selten in Ruhe spricht – und die Bibliothek ist ein guter Ort dafür, ohne dass am Ende jemand recht haben muss."
Das Format wurde von Mehr Demokratie e.V. entwickelt und wird in diesem Herbst in vielen Städten und Gemeinden zum Thema Heimat angeboten. Sprechen und Zuhören Buxtehude moderieren Andrea Höper und Peter Jobmann von der Stadtbibliothek. Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Demokratiedialoge in niedersächsischen Bibliotheken" unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Wissenschafts- und Kulturministers Falko Mohrs.
Sprechen und Zuhören Buxtehude – die Fakten
Wann: Samstag, 5. September 2026, 15 bis 16.30 Uhr
Wo: Stadtbibliothek Buxtehude, Fischerstraße 2, 21614 Buxtehude
Eintritt: frei
Anmeldung: erbeten per E-Mail an stadtbibliothek@stadt.buxtehude.de oder telefonisch unter 04161 999-060 – spontanes Vorbeikommen ist ebenfalls möglich
Moderation: Andrea Höper und Peter Jobmann











