Ausstellungen
Ausstellung „Geschriebene Farben“ von Heidi Meyer
Beschreibung
Vom 28. April bis 07. Juni lädt die Kulturförderung der Hansestadt Buxtehude zur Ausstellung „Geschriebene Farben“ in den Marschtorzwinger ein. Gezeigt werden Arbeiten der Künstlerin Heidi Meyer, dessen Kunst sich besonders durch Linien, Formen und Farben in abstrakter Gestaltung, wie sie sich auch in der japanischen Malerei wieder finden, auszeichnet.
Im Zentrum der Ausstellung stehen überwiegend großformatige Arbeiten, ergänzt durch kleinere Werke. Für Ihre Kunst hat Heidi Meyer Papier eigenhändig auf Holzrahmen aufgezogen. Ihre Technik hält sie jedoch bewusst geheim, da sie überzeugt ist, dass jede Künstlerin und jeder Künstler eine eigene Herangehensweise entwickeln und erproben sollte.
„Geschriebene Farben“ ist die letzte Ausstellung der Künstlerin, da sie sich altersbedingt aus dem Ausstellungsbetrieb zurückzieht. Ihr Sohn, der seit jeher ein geschultes Auge für ihre Werke hat, plant jedoch, ihre Arbeiten auch künftig weiterhin zu präsentieren.
Im Laufe ihres Lebens war Heidi Meyer an zahlreichen Orten in Deutschland und international tätig; unter anderem lebte und arbeitete sie über einen längeren Zeitraum in Japan. Trotz vieler Auslandsaufenthalte kehrte sie nach Buxtehude zurück, wo sie ihre Werke zuletzt in ihrer eigenen Galerie präsentierte.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit war Heidi Meyer auch als Hochschuldozentin aktiv. Besonders wichtig war ihr dabei das gemeinsame Experimentieren – etwa das Erkunden der Wirkung von Wasser auf unterschiedliche Papiersorten.
Die Ausstellung wird am 26. April 2026 um 14:00 Uhr von Torsten Lange, Fachgruppenleiter für Kultur, Tourismus und Marketing der Hansestadt Buxtehude, eröffnet. Zudem wird der Autor und Kunsthistoriker Dr. Manfred Osten, der bereits die Eröffnungsreden zu zwei Ausstellungen der Künstlerin in der Galerie Vivant und im Goethe-Institut in Tokio hielt, eine Laudatio sprechen.
Im Rahmen der Ausstellung präsentiert Heidi Meyer am Sonntag, den 31. Mai 2026, um 14:00 Uhr ihren 16-mm-Kurzfilm „Es könnte Frühling werden, oder es wird sowieso Frühling oder nicht“ (1976). Der Film wurde von der Künstlerin selbst mit einer Bolex-Kamera aufgenommen – ungeschnitten und im experimentellen Selbstversuch. Bislang wurde er nur einmal öffentlich gezeigt.
Mit ihren Arbeiten möchte Heidi Meyer dazu anregen, Kunst offen zu begegnen. Statt vorschneller Urteile sollen die Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Eindrücke entwickeln und sich auf die Werke einlassen. Ihr Appell lautet: mehr Mut zum Sehen.
Oder, in ihren eigenen Worten:
„Nachspüren der Natur und in Verbindung setzen mit der Farbe, gibt mir ein Gefühl des Seins.“











