Besichtigung & Vorträge, Denkmal-Kultur, Dia-Vortrag, Heimat & Geschichte, Schulungen & Weiterbildungen, Vorträge
Tag des offenen Denkmals
Bewegliches maritimes Denkmal Ewer Margareta
Beschreibung
Bewegliches maritimes Denkmal Ewer Margareta
„komma an Bord"...
... heißt es auch 2026 wieder beim bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“, der unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur" steht.
Seit 2014 pflegt der Förderverein Buxtehuder Hafen und Este e.V. das maritime Denkmal Ewer Margareta und stellt ihn für private und öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung.
Beim „Tag des offenen Denkmals" am Sonntag bietet der Förderverein Buxtehuder Hafen und Este e.V. ein bewährtes Programm.
Programm am Sonntag, 13.09.2026
Open Ship – „Komma an Bord":
Führungen, Fakten, historische Fotos und Seemannsgarn in Luke 2
Video „Vom Frachtschiff zum Wahrzeichen"
Diashow „Werdegang der „Margareta
Öffnungszeiten:
Sonntag, 13.09.2026, von ca 11:00 bis ca 16:00
Förderverein - wir beleben Hafen, Este und Fleth - „komma an Bord"
Historie der Ewer
Über Jahrhunderte war der „Ewer" das typische Frachtschiff der Niederelbe zwischen Hamburg und den der Nordseeküste vorgelagerten Wattengebiete.
Bauart der Ewer
Durch die plattbodige Bauart waren die Ewer in der Lage, sich den durch Ebbe und Flut ständig ändernden Wasserverhältnissen, die Reviere zu befahren. Die Bezeichnung „Ewer" taucht zum ersten Mal im Mai 1251 auf. Dieser Schiffstyp hat also eine lange Geschichte. Am 11. November 1896 unterzeichnete der Buxtehuder Schiffer Nikolaus Ecks und der Elmshorner Schiffbaumeister D. W. Kremer Sohn einen Vertrag für den Bau eines eisernen „Giegewers" (einmastig) mit Holzboden. Der Ewer wurde auf den Namen „Margareta" getauft.
Historie als Frachtschiff
Schon im Herbst 1898 musste nach einer schweren Havarie fast das ganze Vorschiff erneuert werden. Nach dem Tode von Nikolaus Ecks übernahm im Jahre 1900 sein Bruder
Diedrich Ecks den Ewer und segelte zusammen mit seiner Frau als Besatzung mit allen greifbaren Frachten hauptsächlich auf der Elbe mit ihren Nebenflüssen.
Schiff und Besatzung erlebten bewegte gute und schlechte Zeiten. Immer wieder wurde das Schiff umgebaut, um die unterschiedlichen Nutzungen zu ermöglichen. 1973 wurde der Ewer aus dem Binnenschiffsregister gestrichen, weil er zu einem Fähranleger umgebaut wurde und auf der Elbinsel Lühesand verankert wurde.
Wiederbelebung der Margareta
Durch die Imitative des Tischlermeisters Ewald Martens erwarb der Förderverein „Altstadt Buxtehude e.V." den Ewer „Margareta". Am 25. Mai 1987, im Schlepp der Barkasse „Plummslucker", kehrte nach 37 Jahren Abwesenheit der Ewer „Margareta" in seinen Heimathafen Buxtehude zurück.
In Buxtehude wurde der Rumpf aufgeriggt: Mast, Takelage, Großbaum, Gaffel, 2 Seitenschwerter und das Ruderblatt machten aus dem tristen Rumpf wieder ein ansehnliches Schiff. Und auch die Lukendeckel unter der Persenning wurden anhand von historischen Überlieferungen originalgetreu nachgefertigt.
Mit entsprechenden Nachweisen hinsichtlich des ursprünglichen Aussehens und der handwerklichen Sorgfalt erfolgte 1992 der Eintrag in das Verzeichnis der Kulturdenkmale bei der Bezirksregierung Lüneburg.
Der Förderverein Buxtehuder Hafen und Este e.V.
Der Förderverein Buxtehuder Hafen und Este e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2014 gegründet wurde, mit dem Ziel, die kulturelle Wiederbelebung der Este sowie die Schifffahrt auf der Este zwischen Buxtehuder Hafen und der Mündung in die Elbe zu fördern.
Mit dem 2017 erworbenen historischen Bäderboot Margarethe werden themenbezogene Fahrten auf der Este von Buxtehude flussabwärts und zurück durchgeführt. Mit dem Ewer Margareta hat der Förderverein 2015 die Pflege eines einzigartigen Teils Buxtehuder Geschichte übernommen und stellt das maritime Denkmal für Veranstaltungen zur Verfügung.
Handwerklich werden die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Vereins von zahlreichen jungen Menschen unterstützt. Bei technisch anspruchsvollen Aufgaben werden lokale Fachfirmen frühzeitig in die Planung und Durchführung eingebunden. Das Engagement wird durch Zuwendungen von Spendern und Sponsoren unterstützt. Ergänzt wird dies durch verantwortungsvolle Inanspruchnahme von Fördermitteln zur Inwertsetzung der Objekte.











